Ich bin schon ein bißchen bekloppt. Mal mehr. Mal weniger. Jo, das geb ich zu und weiß das selbst am besten. Und grad weil man das weiß, ist es nicht immer leicht, über seinen eigenen Schatten zu springen und gewisse Dinge zu ändern.
Ich bin eine „Austherapierte“. (ich sach doch ich bin bekloppt…). Als Kleinkind bei Pflegeeltern, als Teenie wegen suizidalen Handlungen in der Psychosomatik, danach wieder in einer Kleinfamilie, als junge Frau mehrmals wegen Suff- Aktionen (ritzeln, Feuerwehr rufen, „ich bring mich mal wieder um- Situationen), Magersucht und bulimische Attacken in der Psychatrie, dazwischen noch Langzeittherapie im Westerwald, ambulante Therapie vor Ort, Tagesklinik, Suchthilfezentrum, gesprächsgruppen und und und. Jetzt kann ich nicht mehr. Und will auch nicht mehr.
Warum?
So geht es mir auch.
Ich such gestern Unterstützung bloß mal so mit meinen mal wieder ach so aufgewühlten Gefühlen fertig zu werden und bekomm prompt die zwar liebevolle aber völlig verständnislose Aufgabe auf gedrückt mal was übers helfen zu schreiben.
Kannst ja mal gucken und lesen was bei mir dabei raus gekommen ist.
Aber es scheint einfach so zu sein, dass die „Normalos“ (Wer ist schon normal und was ist das?) nix verstehen und das auch noch nicht mal sagen können.
„Um sein Nichtwissen wissen ist das Höchste,
um sein Wissen nicht Wissen ist krankhaft“
Leb Dein Leben jeder Tag ist ein neuer Tag. Viel Glück.