So. Jetzt bin auch ich herzlich willkommen gehießen worden. Im Kreise der allmächtigen Schulkindmütter. Jau und jiphiee. Für die Lütte freut es mich- und für mich erst… Zeigt es doch nur: Mensch, wie schnell die Zeit vergeht. Und: Puh, noch 12 Jahre, dann schmeißt Du diese kleine Zicke raus. Oder- noch schöner: Und wieder nen Jahr mehr auf´m Buckel. Dem eigenem.
Ja, wie gesagt: Schule. Erste Klasse. Unterrichts- Stundenzahl pro Woche: Satte 18. Mal von 8- 11, mal von 9-12 Uhr. Fehl- und Krankheitszeiten der Lehrerin ( die ja auch nur ein Mensch ist…) überhaupt noch nicht berücksichtigt. Ogata kostet Geld. ( Ogata= offene Ganztagesschule). Die wäre bis 16 Uhr. Gut, als Peter´s Arbeitnehmer wird man diesbezüglich noch unterstützt und bekommt aufgrund der Basis von “ jedem Kind eine warme Mahlzeit“ der Bundesregierung einen Rabatt. Das wäre eigentlich zu machen. Aber:
Find mal als Hausfrau und Mutter einen Job in den oben angegebenen Zeiten. Geh mal zu nem Arbeitgeber und knall ihm Deine Forderungen vor den Latz:“ wenn ich anfange, dann nur in der Zeit von…bis… und Sie haben mich gefälligst freizustellen, wenn das Kind krank- verunfallt-schulfrei-Lehrerausfall- hat. Und dann guckt Dich der Chef an und Du hast gleich gewonnen. An unglaübigem Kopfschütteln. Vor allem hast Du als Jobsuchende heutzutage erst mal überhaupt rein garkeine Forderungen zu stellen. Überhaupt keine. Im Gegenteil,- froh und glücklich sollst Du sein, überhaupt „dort“ arbeiten zu dürfen.
Da steht man dann mit seinem kurzem Hemd: Kein Job, der kompatibel mit der Zeitplanung Deines Kindes ist, der abwertende Blick anderer beim „Geständnis“ nur Hausfrau zu sein und der Arbeitsvermittler, für den das Kind wohl ein Grund, aber noch lange kein Hindernis ist, sich endlich zu bewegen.
Manchmal bin ich einfach nur noch müde…